Dienstag, 5. Januar 2010

Couch-Potatoes.

Das Wochenende haben mein Freund und ich faul auf der Couch verbracht (zumindest die Abende), von daher hatten wir endlich mal wieder die Gelegenheit, ein paar "richtige" Filme zu schauen - und nicht immer nur Serien.

Geschaut wurden:

Misery


Ein Klassiker, den ich bisher nicht kannte. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich bisher mit kaum einer Stephen King-Verfilmung etwas anfangen konnte, aber "Misery" ist wirklich ein geiler Film.
Es geht um Paul Sheldon, einen bekannten Schriftsteller, der wegen eines Schneesturms in einer verlassenen Gegend einen schlimmen Unfall baut, aber von einer Frau gerettet wird (eine grandiose Kathy Bates), die sich als sein "number one fan" herausstellt. Und als psychisch krank. Sie hält Sheldon bei sich zu Hause fest, um ihn zu zwingen, seine Buchreihe so abzuschließen, wie sie es gerne hätte.
Spannend, gemein und nicht zu brutal - genau richtig für mich.


Burn after Reading


Keine Ahnung, wie man den Plot zusammenfassen soll. Ich versuche es mal mit: Alle reden aneinander vorbei und letzlich weiß keiner mehr so genau, worum es geht. Und alles nur, weil eine CD mit pseudo-brisanten Daten gefunden wurde.
Beeindruckendes Staraufgebot (vor allem ein wie immer genialer Brad Pitt), viel Humor, aber trotzdem eigentlich keine Komödie in dem Sinne. Sondern eher... ein Thriller? Keine Ahnung. :-D


The Player


Zu dem Film wurde ich mehr oder weniger "gezwungen", fand ihn dann aber doch besser als erwartet.
Er ist eine Art Persiflage auf Hollywood und die gesamte Filmindustrie. Griffin Mill macht sich so einige Feinde, weil er derjenige ist, der die angebotenen Drehbücher der Autoren annehmen oder ablehnen muss. Als er eines Tages Drohpostkarten bekommt, versucht er selbst herauszukriegen, wer diese schickt, schließt falsche Rückschlüsse und bringt denjenigen - mehr oder weniger absichtlich - dann im Eifer des Gefechts um. Ungewöhnlich ist, dass er damit davon kommt.
Viele bekannte Gesichter, die sich teilweise selbst spielen, nette Anspielungen und sehr kurzweilig.


Vergiss mein nicht


Selten blöder deutscher Titel, das Original heißt "Eternal Sunshine of the Spotless Mind", was gleich ganz anders klingt, wie ich finde. Der deutsche Titel klingt sehr albern, wie eine seichte Komödie - was dem Film absolut nicht gerecht wird.
Es geht um Joel und Clementine, die sich am Valentinstag kennenlernen. Stück für Stück wird klar, dass sich die beiden eigentlich schon länger kennen und sogar bereits eine Beziehung miteinander geführt haben, die allerdings im kompletten Disaster endete. Daraufhin haben sowohl Clementine als auch Joel (nachdem er davon erfahren hat, das Clementine dasselbe getan hat) ihre Gedächtnisse löschen lassen und erinnern sich nicht mehr an den anderen.
Während Joels Gedächtnis gelöscht wird, treffen sich die beiden in seiner Erinnerung und versuchen, der Löschung doch noch zu entkommen - was nicht gelingt.
Es ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Im Grunde ist die Geschichte herzzereißend romantisch und tragisch, aber ohne jeglichen Kitsch, und trotz der skurillen Situation realistischer als die meisten anderen Filme.
Zu lachen gibt es übrigens auch ein bisschen was. Es wird also wirklich nicht auf die Tränendrüsen gedrückt. ;)

Ich kann tatsächlich alle vier Wochenend-Filme weiterempfehlen. Vielleicht ist etwas für Euch dabei!

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