Sonntag, 12. Dezember 2010

Ente gut...

















...alles gut. Oder so.

Nachdem ich meiner Mutter ihren Bräter abgeschwatzt hatte, wollte ich ganz gerne auch irgendetwas darin zubereiten - als Rechtfertigung quasi. Meine Wahl fiel auf eine Ente, denn die gab es gerade günstig im Supermarkt und außerdem hatte mich aus unerfindlichen Gründen der Ehrgeiz gepackt. Ich hab nämlich noch nie irgendeinen Braten gemacht, geschweige denn eine Ente und ich hatte davon auch ungefähr soviel Ahnung wie mein Freund von Mathematik - gar keine.
Nachdem meine Kollegin mir aber ihr Rezept aufgeschrieben hatte und ich mit meiner großen Klappe auch überall verkündet hatte, dass es bei uns am Wochenende Ente gibt (ich muss mir das echt mal abgewöhnen...), fand ich mich heute zusammen mit dem Liebsten in der Küche wieder, bewaffnet mit sämtlichen Gerätschaften und Zutaten, die man für so eine Ente benötigt:
  • Die Ente selbst (2 - 3 kg)
  • 1 - 2 Äpfel
  • 5 - 6 Backpflaumen
  • 2 - 3 Mandarinen
  • Suppengrün
  • 3 - 4 Zwiebeln
  • 2 - 3 Kartoffeln (um das Fett ein wenig aufzusaugen)
  • Thymian
  • Salz
  • Pfeffer
Das ganze Obst zuerst kleinschneiden und dann stark salzen, peffern und mit Thymian würzen.
Den Beutel mit den Innereien aus der Ente entfernen, das Hinterteil der Ente abschneiden und sie dann mit der Obstmischung füllen. Mit Zahnstochern verschließen.
Suppengrün kleinschneiden, Zwiebeln schälen und vierteln, zusammen scharf anbraten. Kartoffeln schälen. Die Ente in den Bräter legen, diesen mit Wasser auffüllen, bis der Vogel schwimmt, das Gemüse, Salz, Pfeffer und Thymian ins Wasser geben und den Bräter dann bei vorgeheizten 190°C etwa 2 Stunden lang im Ofen lassen.
Dann den Deckel abnehmen, Flüssigkeit abgießen, bis nur noch ein paar cm hoch Wasser im Bräter steht. Einen Teil der Flüssigkeit auffangen und mit Saucenbinder binden - warmstellen.
Die Ente nun mit einer Mischung aus etwas Wasser, ca. 1 EL Honig und Salz einpinseln und ohne Deckel nochmal für ca. eine halbe Stunde in den Ofen stellen. Dabei ein- oder zweimal ein wenig von dem Sud im Bräter mit einer Kelle entnehmen und über die Ente gießen.
Wenn die Ente eine schöne Färbung bekommen hat, ist sie fertig.

Dazu passen Rotkohl und Kartoffeln. Den Rotkohl habe ich zwar aus dem Glas, allerdings verfeinert:
Etwas Schweineschmalz im Topf schmelzen lassen, dann eine kleingehackte Zwiebel darin dünsten. Mit etwas Wasser aufgießen, den Rotkohl hinzugeben und dann ein paar TL Johannisbeergelee hinzufügen, außerdem etwas Zimt und 2 - 3 Äpfel (geschält und in kleinen Stückchen). Den Rotkohl auf kleiner Flamme 1 - 1,5 Std. köcheln lassen.

Und dafür, dass ich bzw wir so etwas noch nie auch nur ansatzweise gekocht haben, war es echt verdammt lecker. Man könnte sagen: Perfekt. *mit stolzgeschwellter brust auf die couch fall*

4 footnotes:

je. hat gesagt…

*sabber*
erwähnte ich schon?: sieht sehr lecker aus.
(vor allem nachdem mir meine Schnitzel-Champignonpfanne mit Spätzle heut irgendwie nicht so geschmeckt hat...)
:-)

Christina hat gesagt…

mmh... ich hab Hunger! =)
Sieht lecker aus... und komischerweise will ich jetzt unbedingt wissen, was der Freund den sonst macht, wenn er von Mathematik keine Ahnung hat. ;-D

mia. hat gesagt…

Dankeschön! :) Und der Freund macht sonst mehr so Medien-Film-Dings-Kram, da muss man nicht rechnen. :D

Libra hat gesagt…

Ach du meine Güte ... ich esse gleich meinen Monitor auf, mit dem Wissen, dass es nicht schmecken wird.
Aber beim Anblick dieser Ente nehme ich es in Kauf. *-*

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