Sonntag, 27. April 2014

Snickers Rockin' Nut Road.

















Alle paar Jahre (Monate... Wochen... egal...) bekomme ich einen Rappel, weil es ÜBERALL auf der Welt so tolle Süßigkeiten gibt und ich alle haben möchte. Das war schon vor 20 Jahren so bei mir, übrigens, allerdings gab es da noch nicht diese Möglichkeiten wie heute. Ebay und Konsorten machen einem dieses Problem ja wirklich ganz erträglich, im schlimmsten Fall wird es halt teuer und schmeckt nicht. Haha, übrigens...

...das hier ist so ein Fall. Snickers Rockin' Nut Road klang echt SOOOOO toll, ich war ganz aufgeregt und gespannt, denn ich liebe Snickers einfach und einen Schokoriegel mit Mandeln, Karamell und Marshmallow-Nougat konnte ich einfach nicht ignorieren.

Die Schokolade außen ist dunkler als die normale, schmeckt aber total süß und wässrig, wirklich gar nicht lecker. Das hat mir im Prinzip schon alles versaut. Das Innere schmeckt eigentlich wie Snickers Original, nur süßer. Hö? Ja, wirklich, ich schmecke kaum einen Unterschied - Marshmallows? Nee. Mandeln? Kann sein, nach Erdnuss schmeckt es jedenfalls nicht, aber Mandeln, hm. Nüsse halt.
Insgesamt jedenfalls ein ziemlicher Reinfall. Wäre die Schokolade außen rum die übliche Vollmilchschokolade, wäre es sicher nur halb so schlimm, aber gerade in der Kombi mit dieser Pseudo-Zartbitterschokolade schmeckt der Riegel einfach nur langweilig und viel zu süß.

Schade eigentlich, aber vielleicht auch ganz gut. Ist eh limitiert und nur über Umwege zu kaufen. Mir doch egal.


Freitag, 18. April 2014

Vegane Schoko-Kirsch-Muffins.

















Die Schwiegereltern kommen zu Besuch und da heute auch noch Feiertag ist, war mir nach Kuchen. Etwas blöd vielleicht, dass mir das erst gestern spät abends eingefallen ist. Da ist das Hamster-Gen wiederum ganz praktisch, denn nach kurzer Inspektion der Küchenschränke merkte ich, dass ich sogar mehrere Kuchen verschiedenster Art hätte backen können. Ich entschied mich für etwas Schokoladiges, einfach aus Prinzip, und da ich auch noch ein Glas Sauerkirschen hatte und die ja ausgezeichnet zu Schokolade passen, wollte ich auch diese verarbeiten.
Vegan wurde das Ganze eigentlich nur aus purer Experimentierfreude. Ich hatte nämlich auch noch Reismilchschokolade herumliegen und fand das jetzt eine gute Gelegenheit, auch diese mal zu testen (wenn auch nur verarbeitet, aber egal).

Bei mir hat der Teig für 15 Muffinförmchen gereicht, die Förmchen waren aber auch etwas kleiner als normale. 12 solltet Ihr aber allemal herausbekommen.

  • 1 Glas Sauerkirschen
  • 125 g Rohzucker
  • 100 g Apfelmus
  • 80 g neutrales Öl
  • etwas Vanille
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 250 g Mehl
  • 25 g Kakaopulver
  • 100 g vegane Schokolade (ich habe Vollmilch genommen, Zartbitter könnte sogar noch besser passen)
  • ca. 200 ml Sojamilch

Die Kirschen gut abtropfen lassen.
Rohzucker, Apfelmus, Öl und Vanille verrühren. Mehl und Backpulver mischen, zusammen mit dem Kakaopulver dazu geben und gut unterrühren. Die Sojamilch schlückchenweise dazu geben, bis Ihr meint, dass der Teig  die richtige Konsistenz hat - bei mir waren es ziemlich genau 200 ml.
Die Schokolade reiben und in den Teig rühren, dann die Kirschen unterheben.

Den Teig auf die Muffinförmchen verteilen und das Ganze bei vorgeheizten 180° C etwa 25 Minuten backen (Stäbchenprobe!).

Die Muffins sind herrlich saftig, nicht zu süß und schön schokoladig - jetzt muss ich nur aufpassen, dass noch etwas übrig bleibt für den Besuch nachher. ;)


Sonntag, 13. April 2014

Verliebt in Hamburg oder: Wie die Elbbraut mich verzaubert hat.


Es ist ja so: Von einer Braut erwartet man aufgeregtes Kichern und glückseliges Jauchzen, sobald es um das Thema "Kleidersuche" geht. Ich bin aber leider eine von denen, die verständnislose Blicke ernten, wenn sie sagen, dass sie ganz schön Bammel vor dieser einen, doch so wichtigen Sache hatten.
Ich bin nicht besonders selbstbewusst, trage fast nie Kleider, stehe nicht gerne im Mittelpunkt. Ganz schlechte Voraussetzungen für so etwas wie die Brautkleidsuche. Liest man dann noch in Foren oder auf Bewertungsplattformen, wie enttäuscht einige Mädels von diesem Erlebnis sind - arrogante Verkäuferinnen und kühle Ladenatmosphäre sind dafür meistens der Grund - dann werden Menschen wie ich noch unsicherer. Ich hatte regelrecht Angst vor der Anprobe, war dann aber klug genug, meinen Bauch entscheiden zu lassen, was den Laden angeht. Die "Elbbraut" in Hamburg ließ schon beim ersten Stöbern auf der Homepage mein Herz klopfen und so schnappte ich mir drei liebe Freundinnen als beratende Unterstützung und zog - noch immer etwas zittrig - los in die Hamburger Neustadt.

Meine Panik ließ schon bei Betreten des Geschäfts nach: Die Elbbraut hat eine einladende, gemütliche und warme Atmosphäre, in der man sich gleich willkommen fühlt. Wir wurden sehr herzlich empfangen und plauderten zunächst ganz locker mit der sympathischen und ganz natürlichen Verkäuferin über die Hochzeitsplanung und alles, was so dazu gehört, so dass das Eis bei mir ziemlich schnell gebrochen war. Die Tatsache, dass ich die einzige Braut im Laden war (es gibt auch nur eine Umkleidekabine - das war also kein Zufall), half mir ebenfalls enorm, denn fremde Blicke wären mir persönlich bei einer so intimen Sache zu viel gewesen. Es gab etwas zu trinken (vorher Wasser - nachher Champagner, die Reihenfolge würde ich auch jedem empfehlen ;D) und Schokolinsen zum Knabbern, außerdem durften wir uns erst einmal ganz in Ruhe und ungestört umschauen.

Zum Umziehen hat man wirklich super viel Platz, so dass man auch zu zweit mit der Verkäuferin nicht eingeengt wird und ganz wichtig: Man hat "draußen" einen großen Spiegel samt kleiner "Bühne", so dass man sich im Kleid richtig gut bewegen und betrachten kann. Die Begleitung kann es sich davor gemütlich machen und hat durch die leichte Erhöhung einen super Blick auf die Braut.

Ich war ganz überrascht, wie schnell ich mich an die Situation gewöhnt habe: Man steht ja nun nicht jeden Tag in Unterwäsche vor einer fremden Person und lässt sich an- und ausziehen, aber irgendwie war das plötzlich gar nicht mehr so schlimm. Es machte richtig Spaß, die verschiedenen Kleider anzuprobieren und meine Freundinnen, die liebe Verkäuferin und ich quatschten und alberten ganz locker herum, probierten ein paar Variationen aus und nach ein bisschen Hin und Her entschied ich mich für das Kleid, das ich zuallererst anprobiert hatte. Es wird jetzt extra für mich geschneidert und kurz vor der Hochzeit darf ich es dann noch einmal anziehen, um zu sehen, ob alles richtig sitzt. 

Die Auswahl an Kleidern ist für den ja doch eher kleinen Laden ziemlich beachtlich und die Stilrichtungen erstaunlich vielfältig. Jedes Kleid hat etwas ganz Besonderes an sich und hebt sich so vom "herkömmlichen" Brautkleid ab - einige Modelle gehen zum Beispiel deutlich in Richtung Hippie-/Boho-Style, was ich persönlich ja ganz wundervoll finde und was vor allem einfach mal etwas ganz anderes ist. Ich würde behaupten, dass jede Frau hier etwas finden wird, das ihren eigenen, ganz persönlichen Charakter und Stil unterstreicht.  
Aber was ich eigentlich nur sagen wollte: Ich glaube nicht, dass ich die einzige Braut bin, die etwas Bammel vor der Kleidersuche hatte. Sollte sich eine von denen hierher verirren, hoffe ich, dass sie nun weiß, dass es durchaus Läden gibt, die anders sind. Die sich Zeit für Euch nehmen, Euch nicht verunsichern oder unter Druck setzen, die Euch helfen, das perfekte Kleid zu finden und dafür sorgen, dass Ihr Euch rundum wohl fühlt. Und wenn Ihr in oder um Hamburg wohnt, wisst Ihr jetzt auch, wo dafür Ihr hingehen müsst. :)