Samstag, 28. Februar 2015

Serien-Empfehlung: The Returned.


Was Serien angeht, ist es bei mir folgendermaßen: Ich schaue viel, viel lieber Serien als Filme, habe aber in der Regel das Pilotfolgen-Problem, was heißt, dass ich die erste Folge einer Serie meistens total lahm finde. Zwar kann ich dann schon auch abschätzen, ob etwas Potential für mich hat (oder eben nicht), aber in sagen wir mal 95 % der Fälle quäle ich mich mindestens durch die erste Folge, manchmal noch durch die zweite oder sogar dritte, denke "Naja." und bin dann aber doch hooked.

Extrem schlimm war das übrigens bei "Breaking Bad", da habe ich bis in die 2. Staffel gebraucht: Vorher dachte ich die ganze Zeit: "Warum zum Geier gehen die Leute da bloß so ab?" und dann kam da die eine Folge, wo ich am Ende kerzengerade auf dem Sofa saß und mit aufgerissenen Augen schrie: "EY! CLIFFHANGER! NÄCHSTE FOLGE! JETZT!" - und seitdem war ich komplett süchtig und finde, dass Breakind Bad eine der besten Serien ist, die je gemacht wurden. Das war eine ziemlich krasse Entwicklung.

Es gibt aber Ausnahmen. Manchmal fesselt mich eine Serie schon in den ersten paar Minuten dermaßen, dass ich sofort weiß: Ich liebe sie und will nie wieder was anderes gucken. Bei "The Returned" (oder: "Les Revenants") war das so. Boah. Echt. Unfassbar gut.

Die Serie spielt in einem kleinen Dorf in der französischen Haute-Savoie (wunderschönes Setting!). Die beschauliche Ruhe wird durchbrochen, als plötzlich längst verstorbene Dorfbewohner zurückkehren, zum Beispiel die kleine Camille, die vor vier Jahren bei einem Busunfall ums Leben kam, und der Musiker Simon, der vor zehn Jahren am Tag seiner Hochzeit starb. Wer jetzt denkt, jaja, "The Walking Dead", kenn ich alles schon, lass mich in Ruhe: Nein. Ganz anders. Keine verwesten Hirnfresser, sondern exakt die Menschen, die die Hinterbliebenen kannten, im gleichen Alter, als an ihrem Todestag (was besonders für Camille und ihre - nun vier Jahre ältere - Zwillingsschwester schräg ist), in denselben Klamotten - ohne jegliche Erinnerung an das, was passiert ist oder auch nur zu wissen, dass sie eigentlich tot sind. Viel mehr will ich eigentlich nicht verraten. Guckt einfach selber.

Die Atmosphäre ist der Hammer, erinnert ein bisschen an "Twin Peaks", und die gesamte Aufmachung ist fesselnd, spannend, mega creepy - ganz besonders muss man hier Mogwai erwähnen, die mit dem Score wohl die passendste Musik zu einem Film oder einer Serie ever gemacht haben - und ich fand die Bilder insgesamt einfach super beeindruckend.

In Amerika wird derzeit ein Remake vom französischen Original gemacht - buuuuh, Remakes von perfekten und vor allem noch aktuellen Sachen sind unnötig und doof - und die Franzosen drehen derzeit die zweite Staffel, die im Herbst ausgestrahlt werden soll. Ich bin SO AUFGEREGT!!!111elf

Sonntag, 22. Februar 2015

Oreo-Orangen-Brownies mit Pistazien.



Es gibt Tage, an denen ist alles doof und man braucht dringend etwas für die Seele. An einem solchen Tag sind diese Brownies entstanden und nachdem ich ungefähr die Hälfte davon verputzt hatte, ging es mir schon viel besser.
Die Kombi von Schokolade und Orangen mag ich sehr gerne und mit Oreos wird eh alles noch viel besser. Die Pistazien geben dem Ganzen eine besonders feine Note - und dann sind die Brownies auch noch so herrlich saftig!

  • Etwa 1,5 Becher Mini Oreos
  • 200 g Zartbitter-Orangenschokolade
  • 200 g Butter
  • 3 Eier
  • 150 g brauner Zucker
  • etwas Vanille
  • eine Prise Salz
  • 100 g Mehl
  • 50 g gehackte Pistazien


















Die Schokolade zusammen mit der Butter im heißen Wasserbad schmelzen.
Die Eier verquirlen und zusammen mit dem braunen Zucker, der Vanille und dem Salz mit Hilfe eines Schneebesens cremig schlagen. Die Schokoladen-Butter-Masse unterrühren, anschließend die Pistazien unter den Teig heben.
Nun einen Becher Mini Oreos in einen Gefrierbeutel füllen und die Kekse mit Hilfe eines Teigrollers grob zerbröseln. Die Kekskrümel unter den Brownie-Teig heben.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Brownieform geben, glattstreichen und mit Mini Oreos belegen.
Bei 180° C (vorgeheizt) etwa 25 - 30 Minuten backen. Der Teig sollte bei der Holzstäbchenprobe in der Mitte noch etwas klebrig sein. Auskühlen lassen, in Stücke schneiden – und genießen.


Mittwoch, 18. Februar 2015

Gemüseauflauf.



















Mal wieder ein Gericht, das eigentlich als Resteverwertung entstanden ist, aber seitdem immer wieder gekocht wurde. Man kann es auch super abwandeln, wenn man beispielsweise Blumenkohl oder Kohlrabi übrig hat, eigentlich passt hier alles mögliche an Gemüse sehr gut. :)

Für 2 Personen:

  • etwa 400 g Kartoffeln
  • 1 Brokkoli
  • 2 - 3 Möhren (je nach Größe)
  • 1 Ei
  • 200 g Kräuterquark
  • etwas Milch
  • 150 g geriebener Käse
  • (Kräuter-)Salz, Pfeffer, Kräuter nach Geschmack


Kartoffeln und Möhren schälen und in nicht zu dünne Scheiben/Stücke schneiden. Brokkoli waschen und in Röschen teilen. Alles ein paar Minuten in Salzwasser vorkochen, je nachdem, wie bissfest Ihr es mögt, etwa 5 - 8 Minuten, wobei ich den Brokkoli immer erst als letztes dazu gebe, wenn Kartoffeln und Möhren schon so 2 - 3 Minuten gekocht haben. Der wird sonst wirklich schnell zu weich.

Das Ei verquirlen, den Kräuterquark dazu geben und mit etwas Milch glattrühren. Das Ei sorgt dafür, dass die Sauce später im Ofen fest wird, also es darf ruhig "flüssig" sein. Mit Gewürzen abschmecken - ich habe zuletzt Kräutersalz und das geräucherte Kräutergewürz von Jamie Oliver verwendet, was wirklich super passte. Knoblauch geht natürlich auch, oder Ihr macht noch etwas Tomatenmark und Chili an die Sauce. Es ist echt ein gutes Basisrezept, das man je nach Geschmack und "was gerade da ist" abwandeln kann. :)

Nun gebt Ihr das Gemüse in eine Auflaufform und gießt die Sauce einfach vorsichtig darüber. Mit dem geriebenen Käse bestreuen. Bei vorgeheizten 200° C sollte der Auflauf etwa eine halbe Stunde backen - fertig. :)